
Der Weiler hieß früher „zu den Scharf“.
Ein Weiler zwischen Wiesen
Schärfen liegt zwischen Rottach-Egern und Kreuth, mitten in den Wiesen des Tegernseer Tals. Der alte Name „zu den Scharf“ ist vermutlich ein Flurname und deutet auf scharfe, also saure Wiesen. Richtiger müsste man Scherfen schreiben, denn schon 1443 wird ein Conrad Scherff erwähnt.
Noch heute heißt ein Hof im Ort „zum Scherf“. Der Gasperhof selbst ist ein Einfirsthof: Wohnteil, Stall und Tenne liegen unter einem gemeinsamen Dach.
Sechs Jahrhunderte in Schärfen
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1377
Eine Niederlassung in Scherfen
Das Stiftbuch des Klosters Tegernsee verzeichnet eine einzige Niederlassung im Weiler.
Quelle: Hofchronik -
1427
Lehen des Klosters Tegernsee
Der Gasperhof ist als Klosterlehen nachweisbar. Im Weiler gibt es nun zwei Anwesen.
Quelle: Hofchronik -
1443
Conrad Scherff
Ein Conrad Scherff wird erwähnt. Im Weiler stehen inzwischen sechs Anwesen, ab 1454 sind es sieben.
Quelle: Hofchronik -
1803
Ende der Klosterherrschaft
Mit der Säkularisation endet die Herrschaft des Klosters Tegernsee über das Tal. 1818 wird Kreuth eine eigene Gemeinde.
Quelle: Ortsgeschichte Kreuth -
1969
Familie Strillinger
Bis 1969 bewirtschaftet die Familie Strillinger den Hof als Bauernhof.
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1970
Umbau zum Wohnhaus
In den Jahren 1969 und 1970 wird der Hof vollständig zum Wohnhaus umgebaut. Die bemalte Fassade bleibt erhalten und steht unter Denkmalschutz.
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Heute
Vier Wohnungen
Der Hof ist in vier Wohnungen aufgeteilt: Haupthaus, Tenne, Einliegerwohnung und die Ferienwohnung unter dem Dach. Auf dem Dach erzeugt eine Photovoltaikanlage Strom für das Haus.
Die Hofchronik
Die Geschichte des Hofs ist in einer Chronik festgehalten, von Hand in alter deutscher Schrift geschrieben. Eingeklebt sind eine alte Farbpostkarte, die den Hof mit einem Kreuz auf dem First zeigt, und zwei Schwarzweißfotos, eines davon mit der Unterschrift „Der alte Gasperhof in Scherfen“.
Der Gasperhof in Scherfen, als altes Tegernseer Klosterlehen nachweisbar ab 1427. Das Stiftbuch 1377 enthält nur eine Niederlassung in Scherfen, 1427 zwei, 1443 bereits sechs, ab 1454 sieben.
Die Fassade
Das Erdgeschoss ist weiß verputzt, darüber sitzt ein Obergeschoss in Blockbauweise mit einer Laube ringsum. Zwischen den Fenstern sind Heiligenfiguren gemalt, in der Mitte eine Madonna mit Kind im Strahlenkranz.
In Oberbayern heißen solche Malereien Lüftlmalerei. Sie werden in Freskotechnik auf den frischen Kalkputz aufgetragen und verbinden sich beim Trocknen mit ihm.

Wo Lieb und Fried das Haus regiert,
da wohnet Gottes Segen;
wo aber Zank das Scepter führt,
der Satan ist zugegen.
Der Mensch lebt so dahin
und nimmt es nicht in Acht,
daß jeder Augenblick
sein Leben kürzer macht.
Früher und heute
Zwei Ansichten von Nordwesten, im Hintergrund Wallberg und Setzberg.



Strom vom eigenen Dach
Unsere moderne Photovoltaikanlage erzeugt umweltfreundlichen Strom, der entweder direkt im Haus genutzt oder in einem leistungsfähigen Batteriespeicher für die Abend- und Nachtstunden gespeichert wird.
So können wir unser Haus auch nach Sonnenuntergang mit selbst erzeugter Energie versorgen und decken über das gesamte Jahr hinweg mehr als 50 % unseres gesamten Strombedarfs aus eigener Sonnenenergie.
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